Radwegekonzepte

 

Kommentar zum Radwegekonzept der CDU für die Gemeinde Lüdersdorf vom 20.5.2023

Radwege CDU Konzept

Als engagierter Radfahrer, der ich die meisten Wege, die in der sogenannten Radwegekonzeption der CDU für die Gemeinde Lüdersdorf aufgeführt sind, kenne und selber des öfteren teilweise auch aus beruflichen Gründen täglich gefahren bin, möchte ich den Verfassern dieser „Konzeption“ folgende Fragen stellen:

1. Wer ist der Verfasser dieser Konzeption, ist er auf den Wegen unterwegs gewesen?

2. Die meisten dieser Radwege werden ohne weiteren Kommentar als befahrbar (blaue Linie mit schwarzen Punkten) dargestellt.

 

    • Sind Sie diese Strecken tatsächlich mal gefahren und kennen ihren Zustand?

    • Was heißt für Sie befahrbar, natürlich sind die meisten irgendwie befahrbar, z.B. mit Mountainbike?

    • Sind diese sogenannten befahrbaren Wege ernsthaft Fahrradwege, als Teil eines Radwegekonzeptes?

Sie schreiben:

Einige Bestandswege in der Gemeinde bedürfen dabei unserer gesonderter Aufmerksamkeit, da diese Wege in unserer ländlichen Gemeinde von Land- und Forstwirtschaftlichen Maschinen mitgenutzt werden und die Oberfläche in einigen Abschnitten zerfahren ist. In diesen Bereichen ist eine dauerhafte Befestigung und Einbringung von Material jedoch nur mit Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde möglich.

Hierzu kann man nur sagen: Schauen Sie sich die Land- und Forstwege in der Gemeinde Selmsdorf an, vorallem die Waldwege Richtung Sülsdorf. Sie sind gut befestigt, gut beschildert und obwohl sie von der Forstwirtschaft genutzt werden gut mit dem Rad befahrbar.

3. Der einzige Streckenabschnitt, den Sie anscheinend als fragwürdig ansehen, ist die Ortsduchfahrt Herrnburg, gekennzeichnet durch 2 Ausrufezeichen und die nicht durchgängige blaue Linie,
hierzu schreiben Sie:

Auch ein Ausbau des Radweges durch Herrnburg stellt uns vor Herausforderungen, da historisch

bedingt eine Erweiterung der Straße um einen separaten Radweg unter den gegebenen

Umständen (schmale Durchgangstraße, eng an die Straße gebaute Häuser) nicht möglich ist, ohne

massiv in die Stadtplanung und in die Eigentumsverhältnisse der Anwohner einzugreifen. Die CDU

Lüdersdorf ist gegen einen solchen massiven Eingriff in die Grundrechte der Bürgerinnen und

Bürger!

Das heißt: Sie wollen an dem absolut miserablen und gefahrvollem Zustand nichts verändern und bezeichnen dies als Radwegekonzept, obwohl hier noch nicht mal eine Beschilderung für die Radfahrer vorhanden ist.

4. Für 2 Straßenbegleitende Radwege sollen Förderanträge gestellt worden sein, nämlich an der Landesstr. L02 von Klein Neuleben bis Boitin-Resdorf, nach unseren bisherigen Recherchen ist uns darüber nicht bekannt, wann sie gestellt wurden, wie der Planungsstand aussieht und was sie für Erfolgsaussichten haben, hierzu konnte auch der Bürgermeister Dr. Huzel nichts definitives sagen.

5. Als Radwege führen Sie auf den R24 von Klein Neuleben über Wahrsow, Lüdersdorf bis Herrnburg an. Dass dieser Radweg abrupt vor Herrnburg ohne Beschilderung endet, berücksichtigen Sie nicht, sondern Sie zeichnen ihn durch über den Abzweig nach Schattin und dann über den Waldweg nach Schattin, der zwar als Radweg ausgewiesen aber nicht befahrbar ist, da er von Pferden zertrampelt und stark versandet ist.

Es bleibt also nicht viel übrig von dieser Konzeption.

Wenn Sie sich das Radwegekonzept aus dem Landschaftsplan von 2003 – 2004 angeschaut hätten, wäre vielleicht etwas besseres herausgekommen.

Eine gemeinsame Fahradtour auf den aufgeführten Wegen bringt mehr Klarheit!

Wilhelm Sauerland

Fahrradbündnis Lüdersdorf

 

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